Genealogie Liko-Kralik

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Karl Leopold   Liko, Vortragskünstler, Verlagsangestellter

Karl Leopold Liko, Vortragskünstler, Verlagsangestellter[1]

männlich 1894 - 1993  (98 Jahre)

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  • Name Karl Leopold Liko, Vortragskünstler, Verlagsangestellter 
    Suffix Vortragskünstler, Verlagsangestellter 
    Geboren 07 Okt 1894  Margareten, Wien Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    • Sonntag - in Wien-Margareten, V. Siebenbrunnengasse 43
      getauft 28.10.1894, Taufpatin: Victoria Podskalnik, Werkmeistertochter,
      V. Rampersdorferg. 19
    Getauft
    • Margareten, Pfarre Matzleinsdorf - St. Florian
      ("Rauchfangkehrerkirche")
    Geschlecht männlich 
    Gestorben 19 Feb 1993  Josefstadt, Wien Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Begraben Wien Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    • Zentralfriedhof, Grp 16D, Reihe 1, Nr. 1
    Personen-Kennung I00011  Genea LK | Liko-Nachkommen, Neuner-Nachkommen
    Zuletzt bearbeitet am 4 Apr 2016 

    Vater Franz Liko, k.k. Werkmeister 1. Kl.,   geb. 10 Okt 1856, Radun (Raduň CZ) Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 9 Apr 1914, Wien Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 57 Jahre) 
    Mutter Marie Josepha Eugenie Neuner, vh. Liko,   geb. 17 Jan 1864, Bregenz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 17 Nov 1925, Wien Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 61 Jahre) 
    Verheiratet 14 Feb 1888  Innsbruck Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    • Stadtpfarrkirche St. Jakob – Franz war z.Zt. d. Hochzeit Werkmeister des k.k. Landesschützen-Ausrüstungs-Depots in Wilten, wohnhaft Wilten Nr. 7, Fischerstraße
    Familien-Kennung F11  Familienblatt

    Familie Emma Maria Prechler, vh. Liko,   geb. 01 Dez 1891, Josefstadt, Wien Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 18 Jun 1979, Wien Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 87 Jahre) 
    Verheiratet 15 Aug 1919  Josefstadt, Wien Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    • Pfarre Maria Treu
    Kinder 
     1. Lebend
     2. Lebend
     3. Lebend
     4. Lebend
     5. Lebend
    Zuletzt bearbeitet am 1 Apr 2017 
    Familien-Kennung F5  Familienblatt

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsGeboren - 07 Okt 1894 - Margareten, Wien Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsVerheiratet - 15 Aug 1919 - Josefstadt, Wien Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsGestorben - 19 Feb 1993 - Josefstadt, Wien Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBegraben - - Wien Link zu Google Earth
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Fotos
    00004: Karl Leopold Liko
    04- Karl Leopold Liko
    00004a-Karl Leopold Liko
    00004a-Karl Leopold Liko

    Grabsteine
    ZZX/Grab Kralik-Liko
    Grab Kralik-Liko
    Zentralfriedhof: Louise Kralik-Lobmeyr, Ludwig Kralik, Mathilde Kralik;
    Karl Liko, Emma Liko-Prechler
    (Grp. 16 D, Reihe 1, Nr. 1)

    Bauten
    ZL1/Pfarre Matzleinsdorf - St. Florian
    ZL1/Pfarre Matzleinsdorf - St. Florian
    Die alte Matzleinsdorfer Pfarrkirche St. Florian, auch „Rauchfangkehrerkirche“ genannt, in der Karl Leop. Liko getauft wurde. Sie stand mitten in der Wiedner Hauptstraße kurz vor der Einmündung der Kliebergasse und wurde 1965 als „Verkehrshindernis“ abgerissen (Alte Postkarte).

  • Notizen 
    • Verlagsangestellter; Schauspieler, Vortragsmeister, Schnellzeichner, Humorist.
      Künstlerischer Lebensweg
      Schon als 18-jähriger trat er 1912 im Saal 'Zum Grünen Kranz' als Vortragskünstler auf. Die Lust am Theaterspiel führte ihn in jenen Josefstädter Kreis junger Dilettanten, in dem er seine spätere Frau kennen lernte. Während des ersten Weltkrieges trat er im Kameradenkreis als Rezitator, Humorist und Schnellzeichner hervor. Seine Feldpostkarten schmückte er mit eigenen Zeichnungen und das Leben im Feld hielt er in seinen Skizzenbüchern fest. Nach dem Krieg spielte er zunächst in Laienspielgruppen, doch erreichte seine Bühnentätigkeit bald professionelleren Charakter. Bei den 'Spielleuten Gottes' trat er in Dramen Richard von Kraliks nach Calderon auf und war auch als Regisseur tätig. In der Märchenbühne des Direktors Konrad Huber wirkte er vor allem in lustigen Rollen mit. Er zeichnete auch Plakate und entwarf Bühnenbilder. Gleichzeitig erwarb er sich einen hervorragenden Ruf als Vortragskünstler mit ernsten und heiteren Themen. Daneben entwickelte er seinen eigenen unverwechselbaren Stil als unterhaltsamer Schnellzeichner. Anfang der Dreissigerjahre trat er in den Mysterienspielen des Schriftstellers Joseph August Lux in Wien, aber auch im Salzburger Festspielhaus auf. In dieser Zeit erreichte er den Höhepunkt seiner schauspielerischen Leistungen. Als Regisseur betreute er damals bei Max Mells Apostelspiel den jungen Schauspieler Josef Moucka, der später als Josef Meinrad berühmt wurde. Leider war dies zugleich auch die Zeit der ärgsten Wirtschaftskrise, sodass ihm ein Wechsel in den Schauspielberuf versagt blieb. Wegen des Unterhalts seiner Familie war er nämlich stets bestrebt, auch einen bürgerlichen Beruf auszuüben. Ab 1935 war er als Conferencier, Komiker, Schnellzeichner und Sänger, insbesondere im Alt-Wiener Duett mit Poldi Pock, bei der Volksblatt-Künstlerschar tätig. Während des zweiten Weltkrieges spielte er im Theater im Bayrischen Hof Hauptrollen in den Singspielen 'Schrammelparadies' (400 Aufführungen) und 'Dreimäderlhaus' (120 Aufführungen). Wegen Vortrags eines Gedichts von Moritz Saphir wurde er von den Nazibehörden mit einem zeitweiligen Berufsverbot belegt. Nach Kriegende trat er im Juni 1945 bereits wieder im Simpl auf. Häufig war er bei Bunten Abenden, Hausfrauennachmittagen, Kinoeinlagen, Sylvestervorstellungen engagiert. Tourneen in ganz Österreich mit bekannten Publikumslieblingen folgten. Szenen aus Theaterstücken, wie das Gespräch des Chevalier Dumont mit dem alten Weib aus Raimunds 'Verschwender' oder der Auftritt des Frosch aus der Fledermaus gehörten zu seinem Repertoire, ebenso wie Plaudereien aus den Werken Peter Roseggers und Franz Resels. Berühmt waren seine lustige Geschichtsstunde und seine Schnurren aus dem alten Österreich. Als Rezitator trug er ernste und heitere Gedichte vor. Goethe, Schiller, Grillparzer, Baumbach und Weinheber gehörten zu seinen Autoren. Geibels 'Tod des Tiberius' zählte zu seinen Glanzstücken. Eine weitere seiner Spezialitäten war der Vortrag des Dialektepos 'Da Naz' von Josef Misson. Älter geworden, konzentrierte er sich auf das Schnellzeichnen und auf seine Adaptierungen des Harfenisten Nachtigall von Ferdinand Raimund und der Frau Sopherl vom Naschmarkt von Vinzenz Chiavacci. Mit ihnen erfreute er bis ins hohe Alter sein Publikum. Sein letzter öffentlicher Auftritt im Alter von 92 Jahren war jedoch die Rolle des Teufels in der 'Andacht zur Heiligen Messe' von Calderon.

    • Nachlass (Programme, Plakate, Kritiken u. a.) in der Wiener Stadtbibliothek.
      Lit.: H. Hauenstein, Interpreten des Wienerliedes, Wien 1979, S. 21 (Bild), S. 167 f. (Bild).

  • Quellen 
    1. [SR4] FALK.