Genealogie Liko-Kralik

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Peter Anton Alois Ortner, Maler und Schriftsteller

männlich 12 Mai 1813 - 1841  (28 Jahre)


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  • Name Peter Anton Alois Ortner, Maler und Schriftsteller 
    Suffix Maler und Schriftsteller 
    Geboren 12 Mai 1813 
    Geschlecht männlich 
    Gestorben 18 Nov 1841  Innsbruck Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I11944  Genea LK
    Zuletzt bearbeitet am 16 Nov 2017 

    Vater Peter Ortner, ° Gastwirt "Zum rothen Adler",   geb. 1763,   gest. 4 Jul 1826, Innsbruck Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 63 Jahre) 
    Mutter Theresia Gröbner, vh. Ortner,   geb. 1772, Sterzing Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 19 Aug 1852, Innsbruck Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 80 Jahre) 
    Familien-Kennung F5906  Familienblatt

  • Ereignis-Karte
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  • Notizen 
    • Er war 1839/40 in Rom und zählte zum Freundeskreis um K. v. Blaas, Kriesmayr und Sartori. In Rom entstanden vor allem Skizzen nach den Ruinen der Stadt, Genreszenen und in Anlehnung an das Nibelungenlied das Heldenepos „Der Tiroler Landsturm 1809“. In Innsbruck malte er meist Genrebilder aus dem Tiroler Freiheitskampf und aus dem bäuerlichen Leben (Wirtshausszenen), Landschaften und Trachtenbilder.

      W.: Speckbachers Haus in Judenstein, in: J. Martens, Ausgewählte Ansichten von Tirol, 1840; Genre-, Landschafts- und Trachtenbilder; Gemälde und Zeichnungen, Tiroler Landesmus. Ferdinandeum, Innsbruck.
      L.: Andreas Hofer, 1879, S. 443; Bénézit; K. Fischnaler, Innsbrucker Chronik, Bd. 3, 1930, S. 33 f., Bd. 5, 1934, S. 164; Selbstbiographie des Malers K. Blaas, hrsg. von A. Wolf, 1876, S. 120 ff.; Tiroler Landesausst. 1879 (Katalog); H. Schmölzer, P. Altmutter, in: Bothe für Tirol und Vorarlberg vom 3. 10. 1887.
      (G. Ammann)
      PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 7 (Lfg. 33, 1977), S. 256
    • Aus der Selbstbiographie des Malers Karl Blaas, V. Leben und Studien in Rom, 1837–1839.
      „Damals kam ein angehender Maler aus Innsbruck, Peter Ortner, nach Rom und brachte eine Empfehlung meines Bruders an mich; sein auffallendes Talent für Compositionen, sein romantisches dichterisches Wesen und die Biederkeit seines Charakters machten, dass er bald mein Freund wurde“. - - - „Ortner war eine sehr poetische Natur, aber kein Pietist, im Gegentheil, sein Glaube war der des Faust von Göthe, den er ganz auswendig declamiren konnte. Er dichtete mehr, als er malte und zeichnete, hatte in seinen Gedichten viel Humor und wieder sehr gefühlvolle erhabene Gedanken. Er schrieb ein Heldengedicht im Stile des Nibelungenliedes: »Der Tiroler Landsturm 1800.« Er las mir viel vor, und obwohl wir über Religion viel zu streiten hatten, hatte ich ihn doch sehr lieb, denn er sagte mir durch sein offenes lebendiges Benehmen mehr zu, als der ruhige Kriesmayer, nur hatte er die unglückselige Gewohnheit, bei Nacht zu schwärmen und bei Tag bis zwölf oder ein Uhr zu schlafen. Dann ging er zum Essen und mit seinem Skizzenbuch in die Ruinen Roms spazieren, aber mehr um zu dichten als zu zeichnen. Durch sein unregelmäßiges Leben wurde seine starke Natur geschwächt, er mußte Rom verlassen und starb schon nach einem Jahre in Innsbruck. Seine Gedichte, die er unter dem Titel: »Gedichte eines Alpensohnes« herausgeben wollte, sind meines Wissens nie gedruckt worden, da sie von seinen Verwandten, die ihn für einen Wüstling und Taugenichts hielten, nicht beachtet wurden und vielleicht verschollen sind. Er hatte auch sehr geistreiche Zeichnungen zum Tiroler Landsturme gemacht; nur hatte er einen schlechten Vortrag, da er die Kunst des Zeichnens und Malens vernachlässigte.“